Hörbibliothek

Worte trösten. Worte erzählen. Worte verbinden.

Die Hörbibliothek von Nichten & Neffen

(hier kommen die hördateien rein)

Leitung von Caroline Scholz Ott, Nichte:
Geboren in der Donaustadt Ulm, zu der ich heute noch eine starke Verbindung habe, ja – mich manchmal die Sehnsucht packt.

Ich lebe am anderen Ende des Landes. Eigentlich wollte ich Nachrichtensprecherin werden. Als Jugendliche jahrelang verliebt in die Stimme eines Chefsprechers des Süddeutschen Rundfunks wollte ich unbedingt selbst sprechen. Meine große Liebe zu den Menschen und dem direkten Arbeiten mit ihnen hat mich dann im Anschluss an mein Diplomstudium zur Sprecherzieherin und Sprecherin zunächst meinen Schwerpunkt im Unterrichten finden lassen.

Seit vielen Jahren arbeite ich mit Josefine Krumm projekthaft an Stoffen, deren Inhalte uns beschäftigen. Verschiedene Erzählungen wurden in theatrale Szenen verwandelt, oder gemeinsam Stücke entwickelt wie zum Beispiel:
HEIMAT nach dem Roman Quatemberkinder von Tim Krohn oder WILHELMINE, die Hebamme für den Übergang, selbst zusammengebaut.

Die Frage, welchen Raum die Sprache in diesen Versuchen im Gegensatz zu, oder im Zusammenspiel mit dem szenisch-musikalischen Spiel einnimmt hat mich immer sehr beschäftigt.
Wie wirkt das gesprochene Wort im Verhältnis zu dem was wir handelnd im Raum sehen?
Auch das
Voneinander lesen, Sich-schreiben, Sprechen-am-Telefon oder Sprachnachrichten hinterlassen
nimmt natürlich Platz, weil wir weit voneinander entfernt leben und arbeiten.

Die hier entstehende kleine Hörbibliothek ist eine Weiterführung unserer Versuche von Verbindung.

Wir starten langsam.
3 Autorinnen, die nicht aus der Schweiz stammen und mir aus anderen Arbeitszusammenhängen bekannt geworden sind, kommen hier zu Wort.
Ich schätze ihre Texte. Sie sind sehr unterschiedlich, wie die Frauen, die sie schreiben.

Und ich? … versuche mich jetzt mal im Sprechen … allein mit dem Aufnahmegerät …

 

Lesetipp von der Buchhandlung Kronengasse in Aarau

Dankbarkeiten Roman von Delphine de Vigan.

Michka, die stets ein unabhängiges Leben geführt hat, muss feststellen, dass sie nicht mehr allein leben kann. Geplagt von Albträumen glaubt sie ständig, wichtige Dinge zu verlieren. Tatsächlich verliert sie nach und nach Wörter, findet die richtigen nicht mehr und ersetzt sie durch ähnlich klingende. Die junge Marie, um die Michka sich oft gekümmert hat, bringt sie in einem Seniorenheim unter. Der alten Frau fällt es schwer, sich in der neuen Ordnung einzufinden. In hellen Momenten leidet sie unter dem Verlust ihrer Selbstständigkeit. Doch was Michka am meisten beschäftigt, ist die bisher vergebliche Suche nach einem Ehepaar, dem sie ihr Leben zu verdanken hat. Daher gibt Marie erneut eine Suchanzeige auf, und Michka hofft, ihre tiefe Dankbarkeit endlich übermitteln zu können. Klarsichtig und scharfsinnig zeigt Delphine de Vigan, was uns am Ende bleibt: Zuneigung, Mitgefühl, Dankbarkeit. Und zugleich würdigt sie in >Dankbarkeiten< all diejenigen, die uns zu den Menschen gemacht haben, die wir sind.

Lesetipp-Dankbarkeiten

Buchhandlung Kronengasse
Kronengasse 9
5001 Aarau

 

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