Café Melange

Café Melange

Im Café Melange vom 20. September 2020 fördern wir Ihre Gesundheit und interessieren uns für die vielschichtigen Herausforderungen pflegender Angehöriger.

Thema: KEINE FERIENARBEIT!*

Infoflyer (pdf)

Die Nächsten nicht im Stich lassen, wenn diese im Alter oder wegen einer Krankheit pflegebedürftig werden. Unterstützen, sich kümmern, Hilfe organisieren, Transporte übernehmen, Aufgaben im Haushalt tätigen – und Pflege leisten.

Marie-Eve Küng, arbeitet seit sie 17 ist in verschiedenen Rollen und Aufgaben im Pflegebereich. Heute ist sie 55, hat eine ganz ordentliche Berufskarriere gemeistert und ist jetzt, sowohl beruflich als auch privat, in der Pflege zu Hause, tätig.

Kommen Sie gerne um bei Kaffee und Kuchen im zweiten Café Melange die «Freuden und Leiden» zu teilen!

*) Die Pflege kranker Menschen sei keine Ferienarbeit, so wird Florence Nightingale (1820 – 1910) zitiert, eine britische Sozialreformerin. Sie trug wesentlich dazu bei, dass sich die Krankenpflege zu einem gesellschaftlich geachteten und anerkannten Beruf entwickelte.

Sonntag, 20. September 2020, von 15:00 bis 17:00 Uhr im Gazebo, Pavillon an der Waltenschwilerstrasse 3 in 5610 Wohlen

«Gesundheit: Keine Entscheidung über mich ohne mich.»
Das 21. Jahrhundert sollte das Jahrhundert des Patienten, der Patientin werden.

Wir benötigen die Fähigkeit, uns im Gesundheitssystem zurechtzufinden und gegenüber den Gesundheitsberufen als kompetente Partnerin oder Partner aufzutreten. Welche Vorsorgeuntersuchung ist ratsam? Wer hilft mir diese Entscheidung zu treffen?

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor des 2009 in Berlin gegründeten Zentrums für Risikokompetenz, widmet ein Kapitel seines gleichnamigen Buches dem Thema Gesundheit. Er plädiert für eine transparente Risikokommunikation, soll heissen, dass die Aussage eines Arztes oder einer Ärztin gesunde Menschen nicht unnötigerweise in ängstliche Patientinnen und Patienten verwandelt.

Wir wollen Gewissheit haben. Doch wir leben in einer ungewissen Welt. Gewissheit sei eine Illusion, die Fähigkeit zur souveränen Entscheidung setze deshalb voraus, Risiken in kurzer Zeit kompetent und intelligent einzuschätzen, so Gigerenzer.

 Die Kunst für Patientinnen und Patienten wird sein, sich nicht in das Geschäft mit der Angst verwickeln zu lassen und unterscheiden lernen, was sinnvoll ist und was ich getrost sein lassen kann?

Auf Augenhöhe begegnen heisst: Die Patientinnen und Patienten können ihre Ärztin oder ihren Arzt nach dem Für und Wider einer Massnahme fragen, statt sich zu erkundigen, was sie tun sollen.

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